12.12.2011 |
||
470 Zuschauer - von wegen Randsportart
Richtig was los war gestern beim Heimspiel des TTC 46
in der 2. Tischtennis-Bundesliga.
"Das ist ein sehr schöner Abschluss des Jahres für uns. Und vor allem haben wir damit die Meisterschaft wieder spannend gemacht", sagte TTC-Mannschaftsführer Tim Klumpp nach dem traditionell engen Ergebnis. Nach zwei Unentschieden in den letzten beiden Aufeinandertreffen gab es jetzt endlich wieder einen Erfolg für die Weinheimer, die damit Grünwettersbach in der Tabelle sogar kurzfristig überholen und nun Zweiter hinter dem zwei Zähler besser stehenden Spitzenreiter Frickenhausen sind. Klumpp hatte mit seinen beiden Siegen maßgeblichen Anteil am Sieg der Weinheimer. Während die Partie gegen Joachim Sekinger noch einer Pflichtaufgabe glich, fiel Klumpp beim letztlich klaren Dreisatzerfolg gegen Marcin Miszewski ein Riesenstein vom Herzen. "Sechs Wochen lang habe ich überlegt, wie ich gegen ihn spiele. Und das Rezept, das ich dann gefunden habe, ging wohl auf." Es bestand vor allem darin, den Aufschlag des Polen vorwiegend mit der Rückhand zu retournieren. Damit schaffte Klumpp den achten Punkt. Insgesamt ließ Klumpp allein von seiner Körpersprache her nie den Ansatz eines Zweifels zu, wer hier als Sieger die Platte verlassen wollte. Ähnlich sah das bei seinen Teamkollegen aus. "Es hat heute einfach Spaß gemacht. Und natürlich hilft dann in engen Situationen auch die Kulisse mit", sagte Jörg Schlichter. Nach einer zwischenzeitlichen klaren 6:2-Führung wurde es für den TTC doch noch einmal so eng, dass das Schlussdoppel darüber entscheiden musste, ob Weinheim einen oder zwei Punkte behalten darf. Und Schlichter ließ an der Seite des ebenfalls sehr starken Ovidiu Ionescu der Grünwettersbacher Paarung Robertson/Lei keine Chance. "Wir fühlen uns einfach gut, zusammen an der Platte. Da kommen keine Zweifel auf", sagt Schlichter. Beide haben zusammen erst ein Spiel verloren. Völlig begeistert von seinen Jungs war Trainer Rainer Schmidt. "Heute hat man gesehen, dass Tischtennis keine Randsportart ist. Das war beste Werbung für unseren Sport, super Spiel, super Stimmung und dann noch ein Sieg - was will man mehr?" In der Tat wussten die Fans fast nicht, wo sie zuerst hinschauen sollten. Ein packender Ballwechsel jagte den nächsten, 31:29 Sätze sprechen für die Dramatik der Begegnung. Grünwettersbach mit seiner starken Mitte blieb stets gefährlich - die Zuschauer wussten es zu schätzen und sorgten für die Tischtennis-Party des Jahres 2011. Am 8. Januar geht es für die Weinheimer weiter. Nach den emotionalen vier Stunden gestern sicherlich mit sehr viel Rückenwind. AT
|
||